Geschichtsvereine

Die Geschichtslandschaft Augsburgs wird auch durch verschiedene Geschichtsvereine geprägt. Zu unterscheiden sind dabei

  • traditionell-wissenschaftliche Geschichtsvereine, die v.a. durch Tagungen und Zeitschriften zum Geschichtsbild Augsburgs beitragen.
    • Der Historische Verein für Augsburg und Schwaben, der als ehem. König-Ludwig-Verein vor allem Mittelalter und Frühe Neuzeit Augsburgs/ Schwabens thematisiert und eng an die Bayerische Landesgeschichte gekoppelt ist.
    • Der Verein für Augsburger Bistumsgeschichte thematisiert ebenfalls v.a. Mittelalter und Frühe Neuzeit.

 

  • traditionalistische Geschichtsvereine, die in „Historischen Bürgerfesten“ und „Mittelalterfesten“ historische „Events“ veranstalten, die auf ein breites öffentliches Interesse stoßen, z.B. :
    • Interessengemeinschaft „Historisches Augsburg e. V.
    • HISTORISCHE BÜRGERGILDE AUGSBURG e.V.

 

  • modern-kritische Geschichtsvereine, die vor allem die Stadtgeschichte des 19./ 20. Jahrhunderts betonen, aber auch gegen eine Glorizierung der „Goldenen Zeiten“ Augsburgs angehen.
    • dazu zählt v.a. die 1987 gegründete Geschichtswerkstatt Augsburg, die sich anfangs v.a. mit der NS-Vergangenheit Augsburgs sowie der Arbeiterbewegungsgeschichte in Augsburg beschäftigte. Gleichzeitig versuchte sie in „Werkstattgesprächen“ verschiedene Geschichtsakteure an einen Tisch zu bringen. Seit einigen Jahren reduziert sich das Interessen der Geschichtswerkstatt auf Häusergeschichten etc.
    • Teil der Geschichtswerkstatt war lange Zeit auch der Frauengeschichtskreis, der sich v.a. um die Biographien von Frauen – unabhängig von ihrer weltanschaulichen Einstellung – kümmert.

 

  • Stadtteilvereine:  In einigen Stadtteilen, meist erst nach 1900 eingemeindet, versuchen Stadtteil(geschichts)vereine die Erinnerungen an ihre Stadtteile zu sammeln, zu dokumentieren und zu vermitteln.
    • Die Bürgeraktion Pfersee beschäftigt sich so engagiert mit der Vergangenheit ihres Stadtteils, v.a. auch mit der Industrialisierung, aber auch mit den NS-Kasernenbauten und dem KZ-Außenlager in Halle 116.
    • Eher nostalgisch orientiert ist der Geschichtsverein Göggingen.
    • Dies gilt auch für den Kulturkreis Haunstetten.
    • Und auch das Museumstüble Oberhausen versucht die Geschichte des Stadtteils positiv darzustellen.
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