TIM

Von den Staatlichen Museen in Augsburg thematisiert lediglich das Bayerische Textil- und Industriemuseum Augsburger Stadtgeschichte. Der Fokus liegt dabei auf den Entstehungsbedingungen für die Augsburger Textilindustrie, wobei vor allem der Beitrag der „Gründungsväter“ (von Schüle über Schaezler bis zu Riedinger) betont wird. Sehr anschaulich hör- und spürbar dargestellt wird auch der technische Fortschritt in der Web- und Stricktechnik. Zu kurz kommen m.E. die Soziale Frage, also die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiterschaft sowie die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Stadtlandschaft.

Doch stellt hier das angrenzende Textilviertel mit seinen Fabrikbauten, dem Proviantbachquartier, dem Kanalsystem und dem Lokalbahnnetz eine eigene Geschichtslandschaft dar, die aber (mit Ausnahme gelegentlicher Führungen) noch zu wenig für die breite Öffentlichkeit erschlossen ist. (Ähnliche Industrielandschaften gibt es in Göggingen rings um die ehem. ZNFG, in den Wertachvorstädten/ MAN (wobei das MAN-Museum nur noch auf Anfrage geöffnet ist) und leider nur noch rudimentär in Pfersee (DIERIG). Industrialisierungsgeschichte ist so vor allem auch Stadtteilgeschichte.

http://www.timbayern.de

 

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