Vernetzung Druck und Zeitung

Augsburg ist seit der Frühen Neuzeit eine Stadt der Drucker. Viele historisch wertvolle Drucke werden von der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg bewahrt, sind aber der Öffentlichkeit kaum zugänglich. Was fehlt, ist aber eine Druckerpresse, die das Prinzip des Druckens demonstriert.

In Augsburg wurde aber auch die Schnelldruckpresse und die Rotationsdruckmaschine entwickelt, die im MAN-Museum zu sehen sind. Viele der damit gedruckten Zeitungen und Flugschriften wurden vom Deutschen Zeitungsmuseum archiviert, das derzeit allerdings seine Bestände nur in einem Depot auf dem AKS-Gelände eingelagert hat.

Augsburg ist aber auch eine Stadt der Zeitungen: Hier wurde die Cottasche „Allgemeine Zeitung“ produziert, in der auch Heinrich Heine publizierte. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erschienen in Augsburg mehrere weltanschaulich geprägte Tageszeitungen, von der katholischen „Augsburger Post-Zeitung“ bis zur sozialdemokratischen „Schwäbischen Volkszeitung“. Die Ausgaben sind nahezu vollständig in der Staats- und Stadtbibliothek erhalten.

Nach 1945 erschien mit der „Schwäbischen Landeszeitung“, herausgegeben von Curt Frenzel, eine der ersten deutschen Tageszeitungen neueren, d.h. überparteilichen Typs. Aus dieser Zeitung ging die heutige „Augsburger Allgemeine“ hervor, die lange ihren Sitz an der Karl-/ Ludwigstraße hatte, bevor sie in das Medienzentrum nach Lechhausen zog.

Dort wird die Zeitung heute digital vorbereitet und auf Hochleistungsdruckmaschinen gedruckt.

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